Daytrading: Grundlagen für Einsteiger

Blog Veröffentlicht am 3. Juni 2018 ● Martin Antic

Was bedeutet Daytrading?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim Daytrading um einen sehr kurzfristigen und äußerst spekulativen Handel mit verschiedenen Handelsobjekten. Der Daytrader hält eine Position nicht länger als einen Tag. Das bedeutet, die Position kann nach Stunden, aber auch nach Minuten oder Sekunden wieder geschlossen werden. Weltweit kaufen und verkaufen Daytrader auf unterschiedlichen Märkten Aktien, Wertpapiere, Devisen, Rohstoffe und Indizes mit dem Ziel das schnelle Geld zu machen. Viele Daytrader machen das professionell, aber ein nicht unerheblicher Teil opfert seine Freizeit dafür, um mit diversen Gütern zu handeln und so Geld zu verdienen. Schon aus kleinen Kursschwankungen kann durch Verwendung eines so genannten Hebels (Leverage-Effekt) großer Profit gezogen werden. Ohne Hebel wäre diese Art des Handels wohl kaum rentabel, da entweder sehr große Summen in den Handel investiert werden müssten oder immer nur sehr kleine Gewinne erwirtschaftet werden könnten. Der Hebel kann aber nicht nur den Gewinn, sondern selbstverständlich auch den Verlust stark vergrößern. Der große Profit hat seine Schattenseiten, denn man muss immer wieder mit Verlusten umgehen, bevor man dauerhaft mit seiner ganz eigenen Strategie und viel Disziplin als erfolgreicher Daytrader online auf den Weltmärkten unterwegs sein kann.

Im Internet kann jeder zum Händler werden

Der große Vorteil beim Daytrading ist, dass heutzutage jeder ein mehr oder weniger erfolgreicher Trader werden kann. Über das Internet stehen einem alle Märkte offen, ganz gleichgültig ob man sich in der Materie sehr gut auskennt, weil man auch beruflich damit zu tun hat, oder sich erst neu in die Materie einarbeiten muss. Alles was man dazu braucht ist großes Interesse am Daytrading, ein grundlegendes Verständnis über finanztechnische sowie betriebs- und volkswirtschaftliche Vorgänge und ein entsprechend liquides Konto bei einem Online-Broker.

Ohne Handelsplattform geht beim Daytrading garnichts

Nur mit einem Online-Broker und der entsprechenden Handelsplattform hat man Zugang zu den Märkten. Darüber hinaus bringt eine gute Handelsplattform viele wichtige Informationen, Analysen und Trading-Tools mit, die den Erfolg in greifbare Nähre rücken lassen. Man muss aber nicht nur vor dem Computer oder Notebook sitzen, um am weltweiten Handel teilnehmen zu können, viele Broker bieten auch entsprechende Trading-Software für Tablet-PC’s und Smartphones an. So kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit und von überall auf der Welt seinen eigenen Handel steuern und hat zusätzlich noch die Möglichkeit immer auf die neuesten Entwicklungen und Trends blitzschnell zu reagieren. Die Ausführungsgeschwindigkeit der jeweiligen Trades und die Darstellung der Kurse in Echtzeit (Realtime) sind bei Tradingplattformen von entscheidender Bedeutung. Oftmals reichen schon Millisekunden aus, um mit einem Trade entweder einen Gewinn oder einen Verlust zu erzielen. Früher ein Privileg für die Händler, die direkt an der Börse oder in den Handelsräumen der Banken saßen, sind heute Realtime-Tradingplattformen eine Selbstverständlichkeit. Dank des Internets und sehr schneller Datenleitungen ist eine sofortige Übertragung jeder Kursänderung und Tradeausführung technisch problemlos möglich und für alle Interessierten relativ günstig bzw. je nach Anbieter teils sogar kostenfrei verfügbar.

daytrading profit

Zusammenfassend gibts es folgende Vorteile beim Daytrading:
  • Leverage-Effekt: Großer Gewinn durch den Handel mit Hebeln möglich
  • Gewinnchancen bei steigenden und fallenden Kursen
  • Täglicher Handel weltweit rund um die Uhr möglich (Börsenzeiten beachten)
  • Ortsunabhängiger Handel durch Computer, Tablet-PC’s und Smartphones
  • Steuerung des Handels durch technische Chartanalysen
  • Verschiedene Güter handelbar (Devisen, Wertpapiere, Aktien, Rohstoffe, Indizes)
  • Volle Kostenkontrolle, nur maximale Gewinne und Verluste
  • Tägliche Informationen, Analysen und Prognosen mit Hilfe von Handelsplattformen
  • Social Trading: Erfolg anderer kopieren
Wie wird man erfolgreicher Trader?

Um beim Daytrading erfolgreich sein zu können, muss man über ein gewisses betriebs- und volkswirtschaftliches Verständnis verfügen, die neuesten Informationen studieren und die Trends verfolgen. Darüber hinaus sollte man sich eine eigene oder bereits bewährte Strategie aneignen. Denn wer ohne Strategie und Wissen viel spekuliert und somit große Risiken eingeht, wird schnell viel Geld verlieren. Denn beim Daytrading geht es nicht um waghalsige Aktionen oder purem Glücksspiel, sondern vielmehr darum, Kursschwankungen gezielt auszunutzen und mit vielen kleinen Käufen und Verkaufen konstant Profit zu machen. Wichtig ist, dass man hierbei seine eigene persönliche Strategie entwickelt und kontinuierlich ausbaut. Denn die Gier ist beim Handel jedenfalls fehl am Platz. Ein erfolgreicher Trader lernt mit jedem Trade und ist bescheiden, fleißig, diszipliniert und vor allem auch geduldig.

Was macht den Unterschied des Daytraders zum Investor?

Dem Investor geht es nicht um den schnellen Profit, sondern vielmehr um eine nachhaltige Entwicklung des Aktienkurses bzw. des Unternehmens. Er stellt das Gegenteil zum Daytrader dar und setzt sich intensiv mit den Kennzahlen und vor allem mit den langfristigen Perspektiven des Unternehmens auseinander. Er weiß möglichst alles zur Firma. Ihm interessieren auch die jährlichen Dividendenzahlungen, die er bei seiner Investition fest mit einkalkuliert. Diese Details sind für die Handelsaktivität eines Daytraders nicht wirklich von Bedeutung. Dem Daytrader interessiert vielmehr eine aktuelle Meldung zum Unternehmen bzw. zu den Märkten oder einfach eine günstige Chartsituation. Im Unterschied zum Investor, der sich unter Umständen auch in seine Aktie verliebt, will der Daytrader seine Aktie schnell wieder abstoßen.
 

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