Zum Jahreswechsel: Verträge prüfen, kündigen und Geld sparen

Blog Veröffentlicht am 11. November 2017 ● Martin Antic

Geld sparen beim Anbieterwechsel

In den letzten Wochen des Jahres sollten sich Verbraucher mit ihren laufenden Verträgen auseinandersetzen und dabei prüfen, wo sich ein Anbieterwechsel oder gleich eine Vertragskündigung anbietet. Kaum jemand macht eine solche Arbeit gerne, doch aufgrund der Ersparnisse, die in diesem Bereich möglich sind, sollten Verbraucher sich auch in der stressigen Vorweihnachtszeit etwas Zeit dafür nehmen.

Neue Verbraucherrechte: Girokonto wechseln ist nun einfacher

Aufgrund der zahlreichen mit einem Girokonto verknüpften Lastschriftaufträge und Direktmandate war es lange Zeit etwas kompliziert, von einem zum anderen Girokonto zu wechseln. Nach einem neuen Gesetz müssen allerdings die Banken nun ihren Kunden einen Service zum Kontowechsel anbieten und innerhalb einer gewissen Frist sämtliche mit dem Konto verbundenen Überweisungsaufträge auf ein anderes Konto bei dem neuen Anbieter übertragen.

Für die Kunden wird damit ein Wechsel zu einem Girokonto bedeutend einfacher. Dieser gesetzlich verbriefte Service kommt für Verbraucher genau zu richtigen Zeit: Denn aufgrund der Niedrigzinsphase haben viele Banken die Kosten für Girokonten erhöht. Möglicherweise kann man also derzeit mit einem Wechsel einiges an Geld sparen.

Anbieterwechsel beim Aktiendepot

Die Stiftung Warentest hat unlängst einen umfangreich angelegten Test von Aktiendepots gemacht und dabei festgestellt, dass ein falsch gewählter Anbieter in diesem Bereich jährliche Kosten von 500 Euro verursachen kann. Wer diese Kosten vermeiden möchte, sollte prüfen, ob das Gebührenmodell des eigenen Aktiendepots mit der persönlichen Anlagestrategie kompatibel ist – und im Zweifel vor einem Anbieterwechsel nicht zurückschrecken.

Wer beispielsweise eine monatliche Pauschale bezahlt, jedoch nur einige Orders in diesem Zeitraum vornimmt, für den ist wahrscheinlich ein Tarif günstiger, bei dem keine Grundgebühr anfällt und lediglich die Orders berechnet werden. Die Kündigung eines Depots ist dabei natürlich innerhalb der Kündigungsfristen vorzunehmen. Was Sie dabei beachten müssen, können Sie auf dieser Seite finden.

Mobilfunk- und Internetverträge nicht vergessen

Da die Kosten hier vergleichsweise gering sind, vergessen viele Verbraucher, die regelmäßigen Kosten für das eigene Handy und den Internetvertrag zu prüfen und zu vergleichen. Ein Anbieterwechsel kann sich beispielsweise lohnen, wenn ein Mobilfunkanbieter nach dem Auslaufen eines Vertrags keinen günstigen Folgevertrag anbieten kann. Dies gilt auch für die Kosten für Internet und Festnetz; auch die eigene Kfz-Versicherung sowie die Kosten für Strom und Gas sollten Verbraucher regelmäßig prüfen und vergleichen. Im Zuge dessen ist auch die Hausratversicherung in den Blick zu nehmen, hier ist teilweise auch eine Anpassung des Vertrags notwendig, wenn die versicherte Summe nicht mehr mit dem eigenen Hausrat übereinstimmt.

Bei Strom, Gas und Kfz-Versicherung ist der Vertragswechsel für die Kunden selten kompliziert, da der neue Anbieter meist die notwendigen Formalitäten für seinen neuen Kunden übernimmt. Ohnehin sollten die Neukundenverträge nach ihrem Ende immer auf die Rentailität hin geprüft werden. Mit dem Ende der Testphase steigen die Kosten nicht selten immens, und nicht immer sind solche Verträge dann noch vorteilhaft für den Verbraucher. Wer beispielsweise aufgrund einer Wechselprämie einen Anbieterwechsel vornimmt, sollte dies bedenken und auch den langfristigen Nutzen eines Vertrags rechtzeitig prüfen.
 

Das könnte Sie auch interessieren

Wie entsteht ein Aktienkurs?
Was ist ein Aktienfonds?
Was macht eine Börse?
Was ist ein Börsenindex?
Welche Börsenarten gibt es?
Welche Börsenformen unterscheidet man?
 
 
Foto Header: USA-Reiseblogger / pixabay.com