Test zum Flatex-Depot: Flatex erhebt Negativzinsen

Blog Veröffentlicht am 24. März 2017 ● Martin Antic

Flatex erhebt Negativzinsen

Ab Mitte März wird nun auch der bekannte Online-Broker Flatex zu den bekanntesten Finanzdienstleistern gehören, die auf Kundeneinlagen einen Negativzins veranschlagen. Dabei handelt es sich sogar um den ersten Online-Broker, der diesen Schritt unternimmt.

Flatex veranschlagt als erster Online-Broker Negativzinsen

In der Branche der Online-Broker ist Flatex jetzt Vorreiter, was die Belegung von Kundeneinlagen mit einem Negativzins angeht. Das Unternehmen begründet seinen Schritt so, dass es aufgrund der Zinspolitik seitens der Europäischen Zentralbank notwendig sei, die Guthaben der Kunden mit einem Negativzins zu belasten. Bis dato gab es die sogenannten Strafzinsen lediglich im Bereich einiger regional tätiger Volksbanken, Webpräsenz auf vr.de, und bei einigen Großbanken, dann allerdings meistens nur ab einem bestimmten Guthaben von beispielsweise 100.000 Euro. Die Entscheidung von Flatex wird durchaus einige Kunden des Online-Brokers treffen, denn viele Anleger halten auf ihrem Verrechnungskonto, mehr Infos dazu unter wirtschaftslexikon.gabler.de, zwischenzeitlich höhere Guthaben vor, von denen dann zukünftig beispielsweise Aktien oder andere Wertpapiere gekauft werden sollen.

Strafzinsen sollen ab Mitte März 0,4 Prozent betragen

Zur Höhe der geplanten Negativzinsen hat sich Flatex ebenfalls bereits geäußert. Ab Mitte März soll es so sein, dass Negativzinsen in Höhe von 0,4 Prozent berechnet werden, selbstverständlich pro Jahr. Damit ist dieser Strafzins identisch mit den Minuszinsen, welche die Europäische Zentralbank, zu finden auf ecb.europa.eu, für Geschäftsbanken veranschlagt. Zu seinen eigenen Kosten machte Flatex ebenfalls Angaben. Diese wurden bei einer Kundeneinlage von im Durchschnitt 10.000 Euro rund zehn Euro in jedem Vierteljahr betragen. Darüber hinaus behält es sich der Online-Broker vor, diese Negativzinsen zukünftig noch auszuweiten, falls sich zuvor die Europäische Zentralbank dazu entschließen sollte, den Minuszins für Geschäftsbanken ebenfalls anzuheben.

Flatex hat aufgrund geringer Kosten gute Marktposition

Sein eigenes Geschäft dürfte Flatex allerdings nach Ansicht von Experten nicht nachträglich schwächen, denn immerhin besteht dieses in erster Linie darin, den Kunden den Wertpapierhandel zu ermöglichen. Hier gehört der Broker nach wie vor zu den günstigsten Anbietern, wie ein Test zum Flatex-Depot von aktiendepot.biz zeigt, denn für den Kunden fallen keine Depotgebühren an und der Handel ist schon ab 5,90 Euro pro Order möglich. Somit dürfte Flatex für viele Anleger auch zukünftig noch zu den favorisierten Brokern gehören, denn im Bereich des Wertpapierhandels ist der Broker günstig und bietet ein sehr gutes Gesamtpaket an. Zudem ist es nicht unwahrscheinlich, dass einige Online-Broker in absehbarer Zeit nachlegen und ebenfalls Minuszinsen auf Guthaben berechnen.
 

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