SCHUFA und Bonität – das müssen Sie wissen

Blog Veröffentlicht am 13. Oktober 2018 ● Martin Antic

SCHUFA und Bonität

Bei jedem Kreditantrag wird zuerst die Bonität der Antragsteller überprüft. Bei diesem Vorgang werden personenbezogene Daten erhoben, die Auskunft über Alter, Geschlecht, Wohnort, familiäre Verhältnisse und den Beruf geben. Weiterhin fragen die Banken ab welche wirtschaftlichen Verhältnisse eine Rolle spielen. Der Antragsteller muss Auskunft zu seinem Vermögen, dem Einkommen und den Ausgaben machen. Verpflichtungen wie weitere Kredite, Leasingverträge oder Bürgschaften werden mit in die Kalkulation einbezogen. Außerdem wird oft eine SCHUFA-Auskunft verlangt, die einen Überblick zu bestehenden finanziellen Verpflichtungen bietet.

SCHUFA dient als Nachweis für pünktliches Zahlungsverhalten

Ist die SCHUFA frei von Negativeinträgen, kann dies als Nachweis für ein ordnungsgemäßes Bedienen der laufenden Verpflichtungen gewertet werden. Neben den abgeschlossenen Darlehen und bestehenden Bankkonten notiert die SCHUFA auch Hinweise zu Kreditanfragen. Das wird auch gemacht, wenn der Kredit gar nicht abgeschlossen wird, sondern die Bank nur eine Anfrage an die SCHUFA gestellt hat. Wer diesen Eintrag vermeiden möchte, kann einen schufafreien Kredit aufnehmen. Diese Lösung bietet sich auch an, wenn Negativeinträge noch nicht gelöscht wurden, obwohl die Verbindlichkeiten bereits ausgeglichen sind. Viele Banken dürfen bei einem Negativeintrag der SCHUFA kein Darlehen ausreichen und müssen Ihren Antrag ablehnen.

Schufa-Kredit

Diese Fakten sind außerdem für die Bonität von Belang

Bei der Betrachtung der Bonität zählen nicht nur die blanken Zahlen von Einnahmen und Ausgaben. So bringt das ordnungsgemäße und pünktliche Bedienen von Forderungen Pluspunkte auf der Bewertungsskala der SCHUFA und auch in anderen Registern. Bei einem Inkassoverfahren oder einer Insolvenz werden die Daten in der SCHUFA eingetragen und verbleiben dort für einen bestimmten Zeitraum. Für Firmen können Einträge im Handelsregister oder in der Datenbank der Creditreform bestehen. Sofern Unregelmäßigkeiten bei den Zahlungen auftreten, können die Banken dies an die SCHUFA melden, was bei einer neuerlichen Kreditvergabe auch nach längerer Zeit zu Hindernissen führen kann.

Beteiligungen sind nicht immer von Vorteil

Haben Sie Beteiligungen an einem Unternehmen oder an Immobilien, kann dies negative Auswirkungen auf Ihre Bonität haben, wenn diese keine Gewinne abwerfen. Falls die Gewinne steuerlich vorteilhaft durch Abschreibungen geschmälert werden, macht sich das leider negativ auf die Bonität bemerkbar. Für einen ausführlichen Nachweis der tatsächlichen Einkünfte aus diesem Bereich ziehen Sie am besten einen Steuerberater zu Hilfe. Er kann die nötigen Erläuterungen abgeben und der Bank zeigen, wie die Zahlen aus den Gewinnermittlungen zu interpretieren sind.
 

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