Kursfeststellung

Eine der wichtigsten Aufgaben von Börsen ist die Kursfeststellung eines Wertpapiers. Der Kurs eines Wertpapiers ist der Preis, den ein Marktteilnehmer bietet bzw. verlangt oder zu dem ein Wertpapier an der Börse verkauft wurde. Er wird entweder in Euro pro Stück oder in Prozent angegeben. Der an der Börse ermittelte Aktienkurs ergibt sich schließlich aus Angebot und Nachfrage und liegt immer zwischen dem Kurs, den der Anbieter der Aktie verlangt, dem sogenannten Briefkurs (Ask) und dem Kurs, den ein Anleger bereit ist für die Aktie maximal zu bezahlen, dem sogenannten Geldkurs (Bid). Der Börsenmakler, Skontroführer oder ein elektronisches Handelssystem stellt nun die vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträge einander gegenüber und ermittelt dabei nach Maßgabe des größtmöglichen Umsatzes (Meistausführungsprinzip) den aktuellen Kurs. Das heisst, jene Aufträge, die mit einem bestimmten Kurs die höchsten Stückzahlen garantieren, werden zusammengeführt. Alle auflaufenden Kauf- und Verkaufsaufträge werden in einem Orderbuch erfaßt. Da die Kursfestellung relativ kompliziert ist, wird die eigentliche Kursfeststellung heutzutage überwiegend durch Computer unterstützt. An der Frankfurter Wertpapierbörse werden lediglich 8 % des Börsenhandels noch klassisch im Saal abgewickelt. Das Parket dient heute hauptsächlich als Kulisse fürs Börsenfernsehen. Das Handelssystem Xetra der Deutschen Börse AG sowie der New Yorker NASDAQ sind sogar rein elektronische Handelssysteme.

Hausse und Baisse

Wenn die Stimmung an der Börse lang anhaltend gut und sehr optimistisch ist und die Kurse über einen längeren Zeitraum steigen, dann spricht man von einer “Hausse” oder einem “Bullenmarkt”. Sinken die Kurse hingegen und ist die Stimmung schlecht, dann spricht man von einer “Baisse” oder einem “Bärenmarkt”.
 

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