Der Weg an die Börse ist einfacher denn je – aber nicht ganz ungefährlich

Blog Veröffentlicht am 4. Juni 2018 ● Martin Antic

Der Weg an die Börse ist einfacher denn je

Wer früher an der Börse investieren wollte, brauchte einen Bankberater oder anderweitigen Broker seines Vertrauens, der mit ihm gemeinsam ein entsprechendes Depot eröffnet hat. Diese Berater und hauptberuflichen Broker hatten den Vorteil, dass Sie dem Neuling an der Börse helfen konnten, gewisse Mechanismen und Vorgehensweisen zu verstehen. Oder aber man hat ihnen einfach gesagt, wo die Reise hingehen sollte und hat sich ein entsprechendes Depot zusammenstellen lassen. Unabhängiges Traden war zu dieser Zeit so gut wie unmöglich. Die Möglichkeiten sind heute deutlich vielfältiger – damit verbunden aber eben auch die entsprechenden Risiken.

Selbstständiges Traden birgt viele Chancen

Wer sich dafür entscheidet, das eigene Depot bei einem Online-Broker zu eröffnen, der eröffnet sich selbst gleichzeitig eine Menge Chancen. Denn so kann er seine Finanzen selbst in die Hand nehmen, seine eigenen Anlagenstrategie entwickeln und diese tatsächlich von Anfang bis Ende umsetzen – und das ohne das er die hohen Kosten für den bürokratischen Aufwand in einer Bank mittragen müsste. Generell ist diese selbstständige Art der Geldverwaltung und der Anlagenverwaltung in den letzten zwei Jahrzehnten immer beliebter geworden. Es gibt viele Faktoren, die dabei eine Rolle spielen. Von den deutlich verbesserten Möglichkeiten des Online-Bankings und des Online-Handels, an die vor 20 Jahren noch nicht zu denken war, über das Vertrauen, dass viele Banken bei ihren Kunden durch die Bankenkrise Anfang des 21. Jahrhunderts und durch die Niedrigzinspolitik der europäischen Zentralbank verloren haben.

Dazu kommt, dass die Menschen heute generell selbstständiger sind. Das Medien- und Informationszeitalter hat dazu geführt, dass jede Information zu jederzeit von nahezu jedem Ort auf der Welt abgerufen werden kann. Eine Grundvoraussetzung für die enorme Selbstständigkeit, die viele Menschen inzwischen entwickelt haben. Und ist es vollkommen normal, dass man Dinge, die man früher ausgewiesenen Experten überlassen hat in dem guten Gefühl, die werden es schon für einen richten, heute gern auch selbst in Angriff nimmt. Der Vorteil dabei: Gewinne aus den eigenen Anlagen versanden nicht in den endlosen Gebühren, die von Seiten der Banken oftmals erhoben werden, sondern bleiben weitgehend beim Anleger selbst erhalten. Außerdem kann man seine eigenen Vorstellungen und Strategien fahren – ohne dabei auf Vorgaben von Seiten der Bank achten zu müssen.

… und eine ganze Reihe von Risiken

Doch das selbstständige Handeln mit Wertpapieren führt nicht automatisch zu grenzenlosem Reichtum oder zu einem starken Vermögenszuwachs. Man sollte sich bei der Frage, ob man selbst ein Depot eröffnen und in Wertpapiere investieren möchte, immer vor Augen halten, dass diejenigen, die das heute noch immer als Broker beruflich machen, jahrelange Erfahrung mitbringen und den ganzen Tag über mit den Anlagen und Wertpapieren beschäftigt sind. In diesem Berufsbild geht es darum, immer die neuesten Informationen zu haben, stets auf dem aktuellsten Stand zu sein und genau zu wissen, welche Anlage in welchem Moment gefährdet sein könnte und an welcher Stelle vielleicht noch ein wenig mehr drin ist. Das ein berufstätiger Anleger, der sich dazu entschieden hat, seine Finanzen selbst in die Hand zu nehmen, nicht in der Lage ist, den ganzen Tag über immer wieder Börsenkurse im Auge zu behalten, ist vollkommen normal. Es gibt heute ausreichend Möglichkeiten die eigenen Anlagen gegen hohe Verluste aus plötzlichen Kurseinbrüchen abzusichern.

Doch das sichert den Anleger selbst nicht gegen Investitionen in schlechte Anlagen ab. Wer ein Depot eröffnen und seinen Vermögenszuwachs selbstständig steuern möchte, der sollte also unbedingt generelles Interesse an der Wirtschaft und am Handel mit Wertpapieren mitbringen und auch ein wenig Verständnis für die Entwicklungen und die Abläufe an den Börsen haben. Dazu kommt, dass es wichtig ist, sich regelmäßig über die neuesten Entwicklungen in der Wirtschaft zu informieren, damit man auch einen Blick dafür bekommt, welche Wertpapiere das eigene Depot wirklich voranbringen könnten.

Vieles steht und fällt mit dem richtigen Broker

Wenn die grundlegenden Dinge vorhanden sind, also die notwendigen Interessen und auch ein gewisses Fachwissen in wirtschaftlichen Fragen oder zumindest die Bereitschaft, sich fortlaufend zu informieren, kommt es in der Hauptsache noch auf das richtige Depot bzw. den richtigen Online-Broker an. Die Frage, worauf man bei einem Online Broker achten sollte, kann so einfach nicht beantwortet werden – es gibt eine ganze Reihe von Punkten die wichtig sind und auf die man achten muss. Dabei sollte man vor allen Dingen nicht ausschließlich auf die Gebühren schauen. Denn wie in vielen anderen Bereichen auch bedeutet billig nicht immer auch gut – ein Online-Broker mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist einem billigeren Broker immer vorzuziehen. Doch, um zu wissen, wie das Preis-Leistungs-Verhältnis ist, welche Eigenarten ein Online-Broker hat und welche Chancen die einzelnen Anbieter dem Anleger bieten können, muss man sich vorher mit dem Thema beschäftigen. Das kann man am besten, indem man sich verschiedene Brokervergleiche im Internet eingehend anschaut. Einen sehr guten Vergleich mit ausführlichen Erläuterungen zu den wichtigsten Punkten und Kriterien eines solchen Vergleichs findet man zum Beispiel auf https://www.aktiendepot.com/broker-vergleich/.
 

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