Das Problem mit der Bonität – worauf man unbedingt achten sollte

Blog Veröffentlicht am 4. Juni 2018 ● Martin Antic

Das Problem mit der Bonität

Man begegnet diesem Wort immer wieder im Geschäftsleben – Bonität. Gemeint ist damit die finanzielle Zuverlässigkeit einer Person, eines Unternehmens oder einer Institution. Es gibt eine ganze Reihe von Situationen, in denen eine gute Bonität unerlässlich ist und Ihnen eine Menge Geld einsparen kann. Manche Probleme kann man ohne eine entsprechende Bonität gar nicht oder nur sehr schwer lösen. Deshalb ist es umso wichtiger sich einfach hin und wieder einmal Gedanken darüber zu machen, wie es um die eigene Bonität steht. Denn interessanterweise muss man nicht zu den Geringverdienern gehören, um eine negative Bonität zu haben – manchmal reicht es aus im eigenen Geschäftsgebaren einige wichtige Dinge nicht zu wissen und man kann im persönlichen Bonitätsranking abrutschen. Auch ohne Rechnungen nicht bezahlt zu haben oder sich ähnliche Dinge zu Schulden kommen zu lassen.

Die Bonität wird zum Teil nicht nur von finanziellen Fragen beeinflusst

Für das persönliche Bonitätsranking spielen auch andere Dinge eine Rolle. Angefangen vom Familienstand und der Zahl der Kinder über die Anschrift bis zu der Frage, ob Sie im Eigenheim wohnen oder in einer Mietwohnung. Bei der Anschrift beispielsweise können Sie davon profitieren, dass die generelle Bonität der Menschen in Ihrer Umgebung gut ist – oder Sie leiden darunter, dass das Gegenteil der Fall ist. Das Wohnen in einzelnen Stadtteilen, teilweise schon in bestimmten Straßenzügen, kann Einfluss auf Ihr Ranking haben.

Es gibt aber auch eine Reihe von Fallen, die man umgehen kann. So zum Beispiel Kundenkarten, die mit einem Einkaufskonto versehen sind. Verfügt man über ein solches Kundenkonto, dass von vorn herein mit einem gewissen Kreditrahmen verbunden ist, so wird dieser Kreditrahmen in der Regel direkt der Schufa gemeldet – egal ob er ausgenutzt wird oder nicht. In Ihrem Bonitätsranking sieht das so aus, als würde ein Kredit dauerhaft bestehen, ohne das hier eine Tilgung oder Abzahlung erfolgt. Das kann negative Auswirkungen haben.

Ein anderes Beispiel ist der Kauf oder Bau eines Hauses. Die meisten Menschen benötigen in diesem Fall einen Kredit. Gern vergleicht man hier die Konditionen unterschiedlicher Anbieter. Vor allem in Zeiten absoluter Niedrigzinsen macht es Sinn die Augen offen zu halten, denn die Anbieter unterbieten sich bei Kunden mit ausreichend Eigenkapital oft gegenseitig. Das Einzige Problem dabei: Wer mehrere offizielle Kreditanfragen auf einmal stellt, verliert im Bonitätsranking schnell an Boden. Denn jede einzelne offizielle Kreditanfrage wird entsprechend gespeichert. Und mit jeder neuen Kreditanfrage singt das Ranking etwas. So verschlechtert sich Ihre Bonität, ohne dass Sie etwas dazu beitragen nur weil Sie bei verschiedenen Banken entsprechende Anfragen gestellt haben. Aus diesem Grund sollte man sich stets entsprechende Angebote der Banken und Baufinanzierer vorlegen lassen, eine offizielle Kreditanfrage aber erst dann stellen, wenn man sich für einen Anbieter entschieden hat.

Die eigene Bonität im Auge behalten – auch Bonitätsprüfer machen Fehler

Und das nicht selten. So kommt es regelmäßig vor, dass beispielsweise eine Bonitätsprüfer wie die Schufa falsche, fehlerhafte oder veraltete Daten gespeichert hat, was Ihnen im Fall der Bonitätsprüfung Probleme bereiten kann. Selbst die Kontoeröffnung kann mit einer schlechten Schufa-Auskunft schwer werden. Deshalb sollte man sich sein Bonitätsranking regelmäßig ansehen und eine entsprechende Selbstauskunft beantragen. Nur so kann man sicherstellen, dass man im Bilde ist über die Einschätzung, die jede Bank, jeder Vermieter und jeder andere Kreditgeber gern sehen möchte, wenn er darüber nachdenkt mit Ihnen Geschäfte zu machen. Sollten Angaben in den Daten falsch sein, so können Sie diese mit entsprechenden Nachweisen korrigieren lassen und Ihre Bonität so teilweise recht einfach verbessern.

Die Schufa ist nicht der einzige Anbieter seiner Art

Auch wenn die Schufa Marktführer auf diesem Gebiet ist, ist sie in Deutschland nicht das einzige Unternehmen, dass Bonitätsprüfungen vornimmt und die entsprechenden Ergebnisse interessierten mit einer entsprechenden Berechtigung zur Verfügung stellt. Das Unternehmen Bonify beispielsweise, das Nutzern einen kostenlosen Zugang zu den eigenen Daten zur Verfügung stellt, ist ebenfalls auf diesem Markt tätig. Das Start-Up-Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bonitätsprüfung als solche transparenter zu gestalten. Einen umfassenden Artikel über Bonitfy inklusive Erläuterungen zu den Besonderheiten positiver und negativer Art findet man auf deutschefxbroker.de.
 

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