Aktienfonds

Bei einem Fonds investiert eine Kapitalanlagegesellschaft Geld von Anlegern in verschiedene Anlagebereiche. Bei einem Aktienfonds wird das Kapital zum überwiegenden Teil in Aktien investiert. Dabei können Anleger ihr Geld in internationale Aktienfonds investieren oder in Fonds aus speziellen geographischen (z. B. Asien oder Europa) oder wirtschaftlichen (z. B. Biotechnologie) Bereichen. Die Investition in Rohstoffe, Energiewerte oder hochkapitalisierte Börsenschwergewichte bzw. die Abbildung eines bestimmten Börsenindexes, wie dem DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse oder dem Dow Jones, ist ebenso möglich. Es gibt somit sehr viele unterschiedliche Aktienfonds und Investitionsmöglichkeiten mit einem entsprechend hohen, mittleren oder niedrigen Risiko.

Risiko und Rendite

Grundsätzlich dienen Aktienfonds der Risikostreuung, denn statt in risikoreiche einzelne Aktien zu investieren, kann bei einem Fonds deutlich breiter gestreut werden. Der Anleger sollte zuvor seine eigene Risikobereitschaft kennen. Fonds, die vorwiegend in festverzinsliche Wertpapiere mit kurzen Laufzeiten oder Restlaufzeiten bis etwa einem Jahr investieren eignen sich besonders für risikoaverse Anleger. Hier stehen nämlich die Substanzerhaltung und die Sicherheit der Anlage im Vordergrund. Kurzfristig sind auch hier geringe Kursschwankungen möglich, aber mittel- und langfristig gesehen, ist ein Kapitalverlust allgemein eher unwahrscheinlich. Beispiele hierfür wären Geldmarktfonds oder geldmarktnahe Fonds. Die Verzinsung ist aber auch enstprechend geringer als bei hochspekulativen und risikoreichen Fonds. Generell ist die Verzinsung bei einem Aktienfonds wesentlich höher und attraktiver, als bei herkömmlichen Anlageformen, wie zum Beispiel beim Tages- oder Festgeld. Bei sehr riskanten Fonds ist aber unter Umständen ein Totalverlust des investierten Kapitals möglich. Diese Fonds wollen primär einen hohen Wertzuwachs erzielen und investieren daher überwiegend in Aktien und andere hochspekulative Wertpapiere. Den hohen Ertragschancen aus den Kurs- und Währungsgewinnen stehen aber hohe Kursrisiken aus Aktien-, Währungs- und Zinsschwankungen gegenüber. Hinzu kommen noch Bonitätsrisiken. Kurz gesagt: Keine hohe Renditechance ohne hohes Risiko. Ein Beispiel für äußerst risikoträchtige Investmentfonds sind die sogenannten Hedge-Fonds.

Vor- und Nachteile

Ein wesentlicher Vorteil von Aktienfonds gegenüber anderen Geldanlagen ist die Möglichkeit hohe Renditen zu erzielen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Anleger seine Anteile aus den Fonds jederzeit veräußern und somit schnell wieder über sein angelegtes Geld verfügen kann. Der Gewinn oder Verlust hängt aber von dem Kurs der Aktien zum Verkaufzeitpunkt ab. Bei einem vorzeitigen Verkauf des eigenen Anteils werden bei den meisten Fonds aber Ausgabeaufschläge zusätzlich in Rechnung gestellt. Aufgrund der breiten Streuung von Aktien innerhalb eines Fonds ist die Anlage weit weniger risikoreich als eine Direktanlage in einzelne Aktien. Trotzdem ist mit dieser Anlageform ein gewisses Risiko verbunden. Grundsätzlich lässt sich sagen, je langfristiger die Geldanlage, umso sicherer ist auch der Fonds, da innerhalb eines größeren Zeitraumes kurzfristige Verluste der einen Aktie durch Gewinne der anderen Aktie ausgeglichen werden können.

Video-Tipp

Fonds gibt es viele, aber was genau machen die und was hat ein Korb Eier damit zu tun? Antworten gibt dieses interessante und hilfreiche Video.


 
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