Aktien mit Hebel handeln: So funktioniert´s

Blog Veröffentlicht am 4. März 2018 ● Martin Antic

Aktien mit Hebel handeln – so funktioniert´s

Die Börsen und Märkte sind traditionell recht stark am schwanken. Gewinne wie auch Verluste können in kürzester Zeit eingefahren werden. Trotz alledem gibt es Anleger, denen die vorhandenen Kursschwankungen nicht ausreichen und die daher einen noch größeren Nervenkitzel rund um den Handel suchen. Sie setzen daher auf Produkte, die einen Hebel bieten und die Gewinne, wie auch die Verluste in schwindelerregende Höhen treiben können.

Es liegt uns im Blut – das Risiko. Wir zocken gerne und versuchen unser Glück herauszufordern. Einigen gelingt dies und sie können als große Gewinner das Parket verlassen. Andere scheitern aber auch. Ihnen ist das Glück nicht hold und sie müssen sich mit Verlusten begnügen.

Für all jene, die mit Aktien ihr großes Glück finden wollen, gibt es die Möglichkeit, die Aktien mit Hilfe von einem Hebel zu handeln. Die Gewinne im aktiven Trading lassen sich so deutlich ausbauen. Realisiert werden kann der Hebel unter anderem durch einen Lombardkredit. Dabei wird das Wertpapierdepot beliehen, damit ausreichend Geld für den Handel zur Verfügung steht. Das Geld wird von der Bank oder dem Broker zur Verfügung gestellt, der das Wertpapierdepot bereithält. Wie hoch der Kreditrahmen für den Lombardkredit ausfällt, hängt davon ab, wie „wertvoll“ das Wertpapierdepot ist. Also wie hochwertig die enthaltenen Aktien sind und welcher Beleihungswert damit erzielt werden kann.

Hoch spekulative Geldanlagen

Beim Handel von Aktien mit einem Hebel bewegt man sich im hoch spekulativen Handel. Denn Hebelgeschäfte sind Risikogeschäfte. Wird die Prognose erfüllt, kann ein kleiner Geldeinsatz beim Handel einem sehr hohen Gewinn mit sich bringen. Wird die Prognose jedoch nicht erfüllt, dann reduziert sich nicht nur der Wert der gehandelten Aktien, sondern auch der Wert des Aktiendepots, welches für den Lombardkredit beliehen wurde. Hinzu kommt, dass bei vielen Hebelprodukten eine Nachschusspflicht besteht. Es kann daher passieren, dass nicht nur das Wertpapierdepot vollständig weg ist, sondern zusätzlich privates Geld nachgeschossen werden muss, damit der Verlust beglichen werden kann. Um dies zu vermeiden, sollte immer auf eine Stop-Loss-Strategie gesetzt werden. Diese verhindert den totalen Verlust, da sie den Werteverfall an einer im Vorfeld festgelegten Stelle stoppt und den Verkauf der Aktien einleitet. So bleibt zwar immer noch ein Verlust, dieser ist jedoch überschaubar.

Risiko effektiv begrenzen

Aktien Hebel einfach erklärt haben wir inzwischen. Und auch die erste Risikobegrenzung durch die Stop-Loss-Strategie wurde aufgezeigt. Es gibt jedoch noch weitere Tipps, die ein übermäßig hohes Risiko beim Handel mit einem Hebel vermeiden.

So sollte ein zu hoher Hebel stets vermieden werden. Auch wenn man sich sicher ist, dass sich der Kurs der Aktien in die gewünschte Richtung entwickelt, sollte man immer besonnen bleiben und nicht zu viel riskieren. Ein sehr großer Hebel stellt zwar auch einen sehr großen Gewinn in Aussicht. Aber auch eben einen großen Verlust, wenn es doch zu einem Börsenbeben kommt und der Kurs völlig anders reagiert, als dies geplant war. Dass man sich auf die Börse nicht verlassen kann und entsprechend verlässliche Prognosen nicht getroffen werden können, haben die verschiedenen Börsen schon sehr oft bewiesen. Daher stets mit Bedacht vorgehen und nicht mehr riskieren, als unbedingt nötig.

Ferner sollte man sich vor dem Einsatz eines Hebels sehr genau über die Risiken und letztendlich auch die Aktien informieren, die mit Hilfe des Hebels gehandelt werden sollen. Nur wer genau weiß, mit welchen Aktien er es zu tun hat, wie deren Historie aussieht und was von den entsprechenden Aktien erwartet werden kann, wird einschätzen können, ob ein Handel lohnt und wie hoch das Risiko eines Verlustes ist. Unabhängig vom Hebel, sondern stets bezüglich der aktuellen Marktlage.

Eine gründliche Vorbereitung auf den Handel ist daher unerlässlich. Besonders dann, wenn das Risiko für den Handel künstlich erhöht werden soll.
 

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