Wandelanleihe

Die Wandelanleihe (auch Wandelobligation, Wandelschuldverschreibung oder convertible bond genannt) ist eine Unternehmensanleihe, die den Kapitalgebern neben Zins- und Tilgungszahlungen nach Ablauf einer bestimmten Frist ein Umtauschrecht in Stammaktien der ausgebenden Gesellschaft verbrieft. Der Inhaber einer Wandelanleihe kann das Wandlungsrecht wahrnehmen, muss es aber nicht. Bei Ausübung des Wandlungsrechts muss der Tausch innerhalb einer bestimmten Wandelfrist zu einem vorher bestimmten Wandelpreis erfolgen. Mit der Wandlung wird der ehemalige Gläubiger zum Aktionär und sein Forderungsrecht erlischt. Wenn der Inhaber von seinem Recht keinen Gebrauch macht, wird die Wandelanleihe wie eine normale Festzinsanleihe verzinst. Der Zinssatz liegt aber als Ausgleich für den Vorteil des zusätzlichen Wandlungsrechts immer unter dem einer vergleichbaren Anleihe. Bei Wandelgenussscheinen findet ein Tausch von Genussscheinen in Aktien der ausgebenden Gesellschaft statt.

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Foto: © Andrea Damm / PIXELIO