Rentenpapiere

Der Begriff der Rentenpapiere ist eine Wortschöpfung aus der modernen Finanzwelt. Man bezeichnet Anleihen und Wertpapiere mit einer festen Verzinsung als Rentenpapiere. Für die Anleger bedeuten Rentenpapiere ein hohes Maß an finanzieller Sicherheit, da der gezahlte Zins über die gesamte Laufzeit garantiert gleich bleibt.

Einfache Beispiele für Rentenpapiere sind Unternehmens- oder Bundesanleihen. Sie werden von Banken, dem Staat oder Unternehmen ausgegeben. Bundesanleihen gelten wegen ihrer Wertstabilität als sicherste Anleiheform und bringen dem Anleger eine solide Verzinsung ein. Im Vergleich zu Unternehmensanleihen erhält der Anleger von staatlichen Anleihen, wie beispielsweise Bundesschatzbriefen, einen niedrigeren Zinssatz. Für das größere unternehmerische Risiko bei Unternehmensanleihen wird dem Anleger hingegen ein zusätzlicher Zinsbonus bezahlt. Der Zins richtet sich unter anderem an der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Performance des jeweiligen Unternehmens.
Die Verzinsung ist aber allgemein stark abhängig von der gewählten Laufzeit. Im Regelfall liegen die Zinsen zwischen 3 % und 8 % pro Jahr. Langfristige Rentenpapiere können sogar Zinserträge von mehr als 8 % pro Jahr erwirtschaften.

Dem Unternehmen oder Staat bedeutet das Ausgeben von Rentenpapieren eine kurzfristige Möglichkeit der Kapitalbeschaffung. Für den risikoaversen Anleger sind Rentenpapiere aufgrund ihrer festen Verzinsung während des Anlagezeitraums und dem hohen Maß an Anlagesicherheit eine solide Geldanlage. Sie erfreuen sich daher weiterhin weltweit ungebrochen großer Beliebtheit.

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Foto: © Andrea Damm / PIXELIO