Festverzinsliche Wertpapiere

Festverzinsliche Wertpapiere sind Anleihen (auch Bonds, Schuldverschreibung, Obligation oder Renten genannt). Sie sind ein klassisches Instrument zur Fremdkapitalbeschaffung. Der Emittent einer Anleihe nimmt im Unterschied zu Privatkrediten öffentlich einen Kredit am in- und ausländischen Kapitalmarkt auf und verschuldet sich damit beim Anleihenkäufer. Anleihen können auch nur von juristischen Personen begeben werden. Gegenüber dem Herausgeber besitzen die Käufer von Anleihen eine Geldforderung. Daher stammt auch der Begriff Schuldverschreibung oder Forderungswertpapiere ab. Die Verzinsung, Laufzeit und Tilgung ist bei Anleihen bereits im Vorfeld vertraglich genau festgelegt. Im Unterschied zu Aktien werden Anleihen nur in Prozent gehandelt. Es werden also vom Anleger keine Stückzahlen erworben, sondern vielmehr ein bestimmter Nominalbetrag. Der auf der Anleihe ausgewiesene Nennwert stellt somit den Kaufpreis dar, zu dem die Anleihe vom Emittenten zurückgezahlt wird. Der Zins wird auf dem sogenannten Kupon dargestellt, den die entsprechende Anleihe abwirft. Anleihen werden am sogenannten Rentenmarkt gehandelt.

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Foto: © Andrea Damm / PIXELIO