Börse

Unter einer Börse versteht man einen organisierten Marktplatz für bestimmte Güter unter beaufsichtigter Preisbildung. Angebot und Nachfrage treffen hier zusammen. Unternehmen, die beispielsweise Geld für Investitionen benötigen und Anleger, die wiederum ihr Geld mit einer Gewinnerwartung in börsennotierte Unternehmen investieren wollen, kommen an so einem organisierten Marktplatz zusammen. Handelbar sind unter anderem Wertpapiere (z.B. Aktien, Anleihen), bestimmte Waren (z.B. Rohstoffe, Edelmetalle), Devisen (z.B. Yen oder Dollar) oder Terminkontrakte (z.B. Futures, Optionen). Für diese unterschiedlichen Güter gibt es auch jeweils eine eigene Börse (z.B. Aktienbörse, Terminbörse), an denen diese Produkte gehandelt werden können. Der börsliche Handel wird streng durch staatliche Aufsichtsämter (in Deutschland durch die Bankenaufsicht BaFin) und durch die Handelsüberwachungsstellen der jeweiligen Börsen kontrolliert. Der außerbörsliche Handel, auch over-the-counter-Handel oder OTC-Handel genannt, unterliegt nicht den strengen Regeln der Börse und lässt somit individuelle Vertragsregelungen zu. Hierdurch lassen sich unter anderem teure Börsengebühren einsparen. Auch die Schnelligkeit des Handels durch direkte Verhandlung mit den Vertragspartnern ist ein Vorteil für den außerbörslichen Handel. Die fehlende Aufsicht und Kontrolle birgt aber auch Gefahren, da die Börsenteilnehmer und Anleger nicht mehr vollumfänglich geschützt werden.

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Foto: © Andrea Damm / PIXELIO