Bezugsrecht

Durch das Bezugsrecht erhalten Altaktionäre einer Aktiengesellschaft das Recht bei einer Kapitalerhöhung neue “junge” Aktien entsprechend ihrer bisherigen Beteiligung am Grundkapital zu einem festgelegten Bezugskurs zu erwerben. Altaktionäre erhalten somit die Möglichkeit nachteilige Stimmrechtsverschiebungen und Vermögenseinbußen durch die Kapitalerhöhung auszugleichen. Macht der Altaktionär von diesem Recht keinen Gebrauch, kann er die ihm zustehenden Bezugsrechte über die Börse veräußern. Der Veräußerungsgewinn kann dann als Entschädigung für den Kursverlust angesehen werden. Der Kursverlust entsteht dadurch, dass sich der Gesamtwert aller bisher emittierten Aktien (Marktkapitalisierung) aufgrund der Kapitalerhöhung auf eine höhere Zahl an Aktien verteilt und somit den Kurs “verwässert”.

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Foto: © Andrea Damm / PIXELIO