Die wichtigsten Börsentipps für Einsteiger

Sie suchen Börsentipps für Einsteiger? Wir geben Börsenanfängern wichtige Börsentipps und Börsentricks zum erfolgreichen Agieren an der Börse. Mit diesen einfachen, aber effektiven Regeln können Sie langfristig hohe Renditen erzielen und schmerzhafte Verluste vermeiden.

Wer kein Ziel hat, verläuft sich

1. Anleger sollten sich vor dem ersten Aktienkauf Gedanken darüber machen, welches Ziel mit der Anlage verfolgt wird und welchen Anlegertyp man generell entspricht. Der risikoaverse Aktienkäufer, der mit den Aktien später die Altersvorsorge aufstocken oder gar die Ausbildung der Kinder finanzieren möchte, sollte eine andere Taktik anwenden als der Spekulant, der innerhalb kürzester Zeit hohe Gewinne einfahren möchte. Hierbei ist die Frage entscheidend, ob Sie kurzfristig auf den Betrag angewiesen sind und ob Sie eventuelle Verluste verschmerzen können. Wenn Nein, dann sollten Sie lieber mit möglichst geringem Risiko investieren. Wenn Sie Verluste jedoch leichter verkraften, dann können Sie ruhig zu renditestärkeren aber zugleich riskanteren Wertpapieren greifen.

No risk, no fun

2. Wer viel riskiert, kann zwar sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren. Es schadet dem Anleger nicht, gerade zu Beginn der Börsenkarriere auf eine langfristige Strategie zu setzen und erst einmal die Entwicklungen an den Märkten zu beobachten. Börsenneulinge sollten daher nicht nach dem Leitsatz von Gordon Gekko “Greed is good” handeln und alles auf eine Karte setzen, sondern eher das Risiko streuen und schmalere Beträge (langfristig) investieren. Im Verlustfall sind kleine Zockereien dann besser zu verschmerzen.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

3. Was eine Aktie ist und wie eine Börse funktioniert sollte hoffentlich jedem Anleger zu Beginn klar sein. Oberste Prämisse ist nämlich: Man sollte nur das kaufen, was man auch versteht. Wer sein Wertpapierdepot neben den Aktien zusätzlich mit Anleihen, Rentenpapieren, Fonds und Zertifikaten bestücken möchte, sollte letztlich verstehen in welche Produkte er da investiert. Wer lediglich auf die Renditeversprechen dubioser Bankberater hört und Wertpapiere kauft, die er nicht begreift, wird bitterlich auf die Nase fallen. Interessante Links und spannende Bücher finden Sie bei uns unter Buchempfehlungen.

Depot- und Ordergebühren beachten

4. Das Wertpapierdepot ist die Grundbasis, um anschließend mit Wertpapieren handeln zu können. Banken nehmen hierfür unterschiedlich hohe Depot- und Ordergebühren. Aufgrund der unterschiedlichen Konditionen sollte man vor der Eröffnung eines Depots unbedingt die Gebühren der Filialbanken, Direktbanken oder Online-Broker im Internet vergleichen. Denn je höher die Gebühren sind, desto geringer fällt schließlich Ihre Rendite aus. Anleger bei Direktbanken oder Online-Broker profitieren häufig von kostenloser Depotführung und günstigen Ordergebühren. Erfahrene Trader sollten lieber auf online geführte Depots zurückgreifen, während Börsenanfänger ein Konto bevorzugen sollten, das eine persönliche Betreuung Vor-Ort anbietet.

Die Mischung macht’s

5. Anleger sollten mit einem ausgewogenen Mix das Risiko zumindest am Anfang möglichst breit streuen. Verteilen Sie daher Ihr Anlagevermögen auf verschiedene Wertpapiere (Aktien, Fonds und Anleihen) und unterschiedliche Märkte bzw. Unternehmen (Rohstoffe, Energiewerte oder hochkapitalisierte Börsenschwergewichte). Der Verlust eines Wertpapiers kann durch die Gewinne der anderen Papiere ausgeglichen werden. Durch diese Aufteilung wird schließlich eine gute Mischung zwischen Sicherheit und Ertrag erzielt und das Risiko eines Totalverlustes so gering wie möglich gehalten.

Diversifikation bei Fonds und Zertifikaten

6. Wer sein Depot mit Fonds oder Zertifikaten bestückt, sollte innerhalb dieser Anlageklassen ebenfalls auf eine möglichst breite Streuung und ausgewogenen Mischung achten. Wie in dem Punkt zuvor beschrieben kann der Verlust eines Zertifikats bzw. Fonds durch die Gewinne der anderen Papiere im Portfolio kompensiert und so das Risiko eines Totalverlustes minimiert werden.

Wertpapierdepot regelmäßig überprüfen

7. Besitzer von Wertpapierdepots sollten sich nicht ausruhen, sondern in regelmäßigen Abständen, etwa zum Jahreswechsel oder in der Mitte des Jahres, eine genaue Überprüfung ihres Portfolios vornehmen. Entsprechen die Papiere weiterhin den eigenen Anforderungen? Welche Anlageinstrumente haben sich wie entwickelt? Passt das Risikoprofil überhaupt noch zu meinen Vermögensverhältnissen bzw. zur Lebenssituation? Treten Fragen bzw. Zweifel auf, sollte das Depot umgeschichtet bzw. Wertpapiere gewechselt werden.

Qualität statt Quantität

8. Bei der turnusmäßigen Überprüfung Ihres Wertpapierdepots sollte Sie sich immer wieder fragen: Würde ich diese Aktie oder diese Anleihe heute wieder kaufen? Wenn Sie diese Frage bejahen können, dann behalten Sie die Wertpapiere. Sind Sie von der Qualität hingegen nicht mehr überzeugt, sollten Sie über einen Verkauf nachdenken.

Verluste begrenzen mit Stop-Loss

9. Mit einer Stopp-Loss-Order lassen sich Verluste im Depot begrenzen, wenn sich eine Aktie oder ein sonstiges Produkt nicht wie geplant entwickelt. Mit einer zuvor festgelegten Stop-Loss-Order wird ein Wertpapierauftrag erteilt, sobald ein bestimmter Wertpapierkurs erreicht bzw. unterschritten wird. Die Kursuntergrenze wird hierbei als Stop-Loss bezeichnet. Eine Stop-Loss-Order ist für Anleger interessant, die den Kurs des entsprechenden Wertpapiers nicht permanent im Auge behalten können bzw. auf ein Steigen des Kurses spekulieren und sich so vor dem Verlust eines Kurseinbruchs schützen möchten, da bei Erreichung der Kursuntergrenze automatisch ein Verkaufsauftrag zum bestmöglichen Preis ausgeführt wird.

Nicht die Nerven verlieren

10. Bewahren Sie grundsätzlich einen kühlen Kopf. An der Börse treten laufend Kursschwankungen auf und
Aktienkurse können plötzlich und unverhofft einbrechen. Verlieren Sie aber nicht die Nerven. Panische und unüberlegte Verkäufe kosten meist mehr Geld als die Abwärtstrends. Und nach jedem Abwärtstrend folgt ein neuer Aufwärtstrend.
 

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